Aus dem Handelsblatt !
Renault soll Batterieallianz beitreten
Das Rückholen bestimmter Fertigungen aus China in andere europäische Länder sei nicht das Ziel. So habe sich Renault dazu verpflichtet, einen neuen Elektromotor von 100kW Leistung nicht in China, sondern in Frankreich zu produzieren. „Douai (Nordfrankreich) soll das Zentrum der E-Aktivitäten der Gruppe werden“, erklärte der Elysée.
Am Freitag wird Automobilbauer Renault seinen Plan zur Einsparung von zwei Milliarden Euro in drei Jahren der Öffentlichkeit vorstellen. Dienstagmorgen sprach Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard bereits mit Macron darüber. Der machte das genannte „Reshoring“ zur Auflage, ebenso wie wie den Eintritt Renaults in die deutsch-französische Allianz für die Herstellung von Batterien für Stromer.
Der Acht-Milliarden-Plan enthält sehr unterschiedliche Elemente. Für die breite Öffentlichkeit am interessantesten sind die Kaufprämien. Der Öko-Bonus für die Anschaffung eines Elektroautos wird auf 7000 Euro aufgestockt, Plugin-Hybride - bislang ausgeschlossen - mit 2000 Euro gefördert. Gleichzeitig – und kumulierbar – gibt es eine neue Abwrackprämie.
Für Stromer wird diese sich auf 5000 Euro belaufen, für Hybride auf 2000 Euro. Allerdings wird auch der Kauf von 200.000 Autos mit Verbrennungsmotor mit je 3000 Euro subventioniert. Sie müssen den neuen europäischen Normen für den Ausstoß des Klimagiftes CO2 und Stickoxide entsprechen. Bedingung ist immer, dass ein altes Auto stillgelegt wird.
Diese Prämien für Verbrenner sind hochumstritten: Sie bringen wenig für die Umwelt, verzögern eher den Übergang zur Elektromobilität und dienen vor allem den großen Herstellern dazu, ihre wegen des Nachfrageeinbruchs eingelagerten Autos loszuschlagen. 500.000 seien das im Juni in Frankreich, sagte Macron. Frankreichs Regierung argumentiert damit, dass auch auf diese Weise der CO2-Ausstoß verringert werde.
LG