Talisman BOSE Audio-Upgrade für ca. 450 USD

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    BOSE Audio System-Upgrade (Ein praktischer Leitfaden)

    Wenn Sie mit dem BOSE-Audiosystem unzufrieden sind, ist dieser Beitrag für Sie. Wenn Sie bereits zufrieden sind, können Sie diesen Beitrag einfach überspringen.

    In Südkorea lieben wir ebenfalls berühmte deutsche Verstärker und Lautsprecher. Aber wenn man ein richtig gutes Tuning machen möchte, fängt es in den USA oft erst ab 2.500 US-Dollar an. Man muss nicht immer alles mit Geld lösen.

    Ich habe das Ganze mit etwa 450 US-Dollar (unter Verwendung des BOSE-Verstärkers, der Werkslautsprecher und des Original-Radios) gelöst. Eine teure, hochauflösende Lautsprecheranlage ist nicht immer das Nonplusultra.

    Beim Sound ist folgendes am wichtigsten: Eine lückenlose und gleichmäßige Balance über den gesamten vom Menschen hörbaren Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz. Wenn die verbleibenden Werks- oder Einstiegslautsprecher den Bereich sauber und lückenlos abdecken, reicht das völlig aus, um einen emotionalen und beeindruckenden Klang zu erzeugen.

    Das 13-Lautsprecher-BOSE-Multikanalsystem ist im Grunde nur der Versuch, den gewaltigen Sound eines hochwertigen 2.1-Kanalsystems nachzuahmen. Gegen ein echtes 2.1-System wirkt es wie eine Ameise vor einem Bären. Die Lautsprecher sind an sich nicht schlecht, aber das System wurde zu nachlässig abgestimmt.

    Ich versuche mich kurz zu fassen. Man muss genau trennen, was behalten und was entfernt werden muss.

    Das BOSE-Audio-System im Talisman hat ein großes Problem mit der Phasenlage (TA) und der Lautsprecheranordnung:

    • Center-Speaker (1): Stört die Stereo-Bühne und lässt das Ganze wie ein Monoradio klingen.
    • Hochtöner in den hinteren Türen (6, 7): Sind von der Seite zu dominant und zerstören die Lokalisierung der Vocals vorne am Fahrer.
    • Surround-Lautsprecher auf der Hutablage (10, 11): Werden durch die Vibrationen des Subwoofers gestört und erzeugen unangenehme Zischlaute.
    • Originaler Subwoofer (12, 13): Die Leistung reicht nicht aus, und das dünne Blech der Hutablage kann den Subwoofer nicht richtig stützen, was zu einem unsauberen Dröhnen führt.
    • Mitteltöner in den hinteren Türen (8, 9): Haben Phasenprobleme.
    • Originale BOSE-Hochtöner: Wegwerfen.
    • Originaler BOSE-Subwoofer: Wegwerfen. Position und Gehäuse erzeugen keinen guten Klang.
    • Originale BOSE-Mitteltöner: Zwar Serie, aber klanglich nah an Mid-Range-Aftermarket-Lautsprechern.

    Meine Modifikationen (Kein DSP!):

    1. Center-Speaker (1): Ausgebaut.
    2. Vordere Hochtöner (2, 3): Ausgebaut und durch 6 Ohm (15-40W) Heimkino-Hochtöner ersetzt (1-Zoll-Metalldome aus Regalboxen). Kondensatoren: 3,5µF + 2,2µF + 1,0µF parallel geschaltet (ergibt 6,5µF), HPF bei 4.083 Hz eingestellt.
    3. Mitteltöner in den hinteren Türen (8, 9): Phasenverkehrt angeschlossen (+ und - vertauscht / Out-of-Phase).
    4. Hintere Hochtöner (6, 7): Ausgebaut.
    5. Surround-Lautsprecher (10, 11): Ausgebaut.
    6. Subwoofer (12, 13): Abgeklemmt (Stecker gezogen).

    Durch das Entfernen von ca. 60 % der Lautsprecher, die das Stereo-Erlebnis gestört haben, kann der Originalverstärker die verbleibenden Lautsprecher perfekt kontrollieren. Nach der Phasenumkehr der hinteren Mitteltöner stimmt die Laufzeit (TA) und Phase der restlichen Speaker perfekt. Ein DSP-Verstärker ist absolut nicht nötig!

    Zusätzlich wurden die vorderen und hinteren Türen gedämmt und mit Thinsulate isoliert.

    • Subwoofer-Nachrüstung: Das Signal vom Original-Subwoofer abgegriffen und ein Kofferraum-Subwoofer-Set installiert. Ein 12-Zoll Peerless Single-Voice-Coil Subwoofer in einem guten Gehäuse, angetrieben von einer MTX Thunder X704 4-Kanal-Endstufe (gebraucht für ca. 180 USD gekauft). Es empfiehlt sich, hier Mid-Range- oder bessere Komponenten mit starker Dämpfungskontrolle zu wählen, damit der ultratiefe Bass präzise bis zum Dashboard vordringt.
    • Bluetooth / Quelle: Da das Werksradio einen integrierten DAC hat, habe ich einen LDAC-Empfänger (ca. 90 USD) über ein 3.5-auf-3.5-Kabel mit Schirmung angeschlossen. (LDAC sollte im Serienzustand wegen Verzerrungen bei zu hoher Datenmenge vorsichtig genutzt werden).

    Auch mit Einstiegslautsprechern erzielt man einen großartigen Klang, wenn der Frequenzbereich gleichmäßig und ausgewogen ist – oft besser als ein unausgewogenes High-End-System.

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  • Danke für deinen ausführlichen Beitrag und die Mühe, die du dir mit dem Umbau gemacht hast.


    Einige deiner Aussagen finde ich allerdings technisch etwas fragwürdig.


    Besonders die Sache mit der Phasenlage und Laufzeitkorrektur verstehe ich nicht ganz. Du schreibst, dass durch das Vertauschen von Plus und Minus an den hinteren Mitteltönern die Phase und Laufzeit der Lautsprecher perfekt stimmen.

    Durch das Umpolen ändert sich aber lediglich die Polarität des Lautsprechers. Eine Laufzeitkorrektur findet dadurch nicht statt, da die unterschiedlichen Entfernungen der Lautsprecher zum Hörplatz unverändert bleiben. Auch eine korrekte Phasenlage über den gesamten Frequenzbereich lässt sich damit nicht sicherstellen.


    Hast du das Ganze eigentlich messtechnisch überprüft? Beispielsweise mit einem Messmikrofon? Mich würden insbesondere Frequenzgang, Phasenverhalten und Impulsantwort vor und nach dem Umbau interessieren.



    Und noch eine Frage zum externen LDAC-Empfänger:
    Welchen klanglichen Vorteil hast du gegenüber der direkten Bluetooth-Verbindung festgestellt? Schließlich wird das Signal über AUX wieder analog ins Werksradio eingespeist und dort möglicherweise erneut digitalisiert.


    Mich würde wirklich interessieren, ob deine Verbesserungen auf Messungen beruhen oder hauptsächlich auf deinem persönlichen Höreindruck.


    Sehe PH1 ?

    Renault Talisman Grandtour Initiale Paris TCe 160 EDC GPF 07/2020

  • Für puren Musikgenuss bietet ein Setup aus zwei Kanälen (L/R) und einem einzelnen Tiefton-Gehäuse das absolute Maximum. Wer dieses fundamentale Prinzip nicht teilt, wird die akustische Materie kaum durchdringen. Zusätzliche Schallquellen über diese Bestückung hinaus liefern für die Präzision keinerlei Mehrwert.
    Egal ob ab Werk oder nachträglich modifiziert: Wenn die vorderen und hinteren Schallwandler phasengleich arbeiten, treffen die Wellen im Zentrum aufeinander. Durch diesen Konflikt bläht sich der Frequenzbereich zwischen 80 und 800 Hz unnatürlich auf. Da der Abstand von der hinteren Mitte zum Basstreiber und zu den Fond-Komponenten nahezu identisch ist, kommt es auch dort zu massiven Überlagerungen.
    Die Theorie besagt zwar, dass alle Signale zeitgleich an der Front ankommen sollten, doch die Kabinenakustik setzt dem enge Grenzen. Bei OEM-Anlagen geht es selten um zeitgleiche Ankunft aller Frequenzen vorne, sondern darum, gegenseitige Einflüsse zu minimieren. Das Maximum im Fahrzeug liegt darin, auf allen Plätzen ein halbwegs homogenes Hörfeld zu schaffen.
    Dreht man die Polarität der hinteren Tiefmitteltöner gezielt um, erzielt man zwei Vorteile:

    1. Man entgeht den Wechselwirkungen zwischen Front, Fond und Heckablage.
    2. Während die vorderen Elemente Druck erzeugen, arbeiten die invertierten hinteren Komponenten im Gegentakt. Diese unterschiedlichen Texturen ergänzen sich perfekt und steigern die Performance.

    Da die Elektronik hier 13 Kanäle antreiben muss, führt das im Zentrum zu einem unkontrollierten Wummern statt zu einem sauberen Fundament. Weil die Masse diesen aufgeblähten Sound fälschlicherweise als kraftvoll empfindet, wird ab Werk so abgestimmt. Enthusiasten lassen sich davon nicht täuschen.
    Ein hochwertiger externer LDAC-Empfänger überträgt Daten im Vergleich zum günstigen Serien-Baustein nahezu verlustfrei. Schließt man eine solche Quelle unmodifiziert an das originale Setup an, treten die vorhandenen Schwächen nur noch deutlicher hervor. In einer optimierten Umgebung hingegen entfaltet ein High-End-Modul sein volles Potenzial und liefert einen um ein Vielfaches besseren Klang als die Serie.
    Gute Akustik basiert auf Balance. Je mehr Wandler denselben Bereich wiedergeben, desto schwieriger wird die Kontrolle – besonders bei Werkskonfigurationen, die versuchen, jeden Platz symmetrisch zu beschallen.
    An meinem eigenen Fahrzeug dröhnt absolut nichts mehr. Das Ergebnis ist ein vollkommen klares, präzise strukturiertes und sauberes Klangbild.

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  • Find ich super das du dir da so eine Mühe machst, um den perfekten Klang im Auto zu haben.

    Aber ich persönlich finde das übertrieben. So kurz wie ich im Auto bin, ist es mir ehrlich gesagt wumpe ,ob die Phasen sich überlagern oder nicht.

    Denke auch nicht das man da im Auto groß einen Unterschied merkt.

    Wenn man sich das zu Hause in seinem Heimkino/ Auditorium so einrichtet , kann ich das ja nachvollziehen, aber im Auto...?

    Aber jedem das seine. :thumbup:


    Gruß Mirco

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    2. Megane Grandtour GT TCe190 (2013)

    1. Megane Coupe R.S. TCe250 (2011)

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