Beiträge von ny.newyork

    Hallo gojo,


    Welches AGR wurde getauscht? Der R9M hat zwei. Ein Hochdruck- und ein Niederdruckventil.


    Bei Kälte ist Diesel zähflüssig und daher ist ein frischer Ölfilter sehr wichtig. Auch sollte man prüfen, ob die Filterheizung voll funktionsfähig ist.


    Wurden die Temperatursensoren auf korrekte Funktion geprüft?


    Liebe Grüße

    Udo

    Hallo Schorsch,


    wenn die Batterie defekt ist und das Fahrzeug aber schließlich doch angesprungen ist, sollte die Spannung vom Generator ausreichen, dass die Zündanlage einwandfrei funktioniert. Nachdem aber der Motor immer wieder abgestorben ist, gehe ich davon aus dass auch der Regler defekt ist. Dieser ist im Generator integriert, somit wird wohl der Generator auszutauschen sein.


    Die Batterie sollte auf alle Fälle ausgetauscht werden.


    Im Fehlerspeicher wird kein konkreter Fehler, der zugeordnet werden kann, feststellbar sein.


    Liebe Grüße

    Udo

    Hallo Christoph,


    die Australe (Austral, Espace und Rafale) sind identische Fahrzeuge. Schwachpunkt ist der "komplizierte" Hybridantrieb mit dem kupplungsfreien Multi-Mode-Getriebe. Der Verbrenner ist fix mit dem Hochvolt-Startergeneratur verbunden und dieser fix mit dem Multimode-Getriebe. Es kommt immer wieder zu Dichtungsproblemen eines Simmerrings vom Getriebe zu HSG. Wird der undicht, kann Öl in den HSG eindringen. Es hatte eine aufwendige Rückrufaktion gegeben, wo ein O-Reing gegen einen X-Ring ausgetauscht wurde. Inwieweit der neue X-Ring langfristig hält, gibt es noch keine Langzeiterfahrungen. Der HSG dient nämlich auch zur Synchronisation des Getriebes.


    Gibt es da einen Schaden außerhalb der Garantie, dann ist mit rund EUR 16.000 zu rechnen.


    Die Australe würde ich nicht länger als eine Garantie (zwei Jahre Werksgarantie und bis zu drei Jahre Verlängerung) maximal 100.000 Kilometer oder bei Verlängerung bis maximal 150.000 Kilometer, je nachdem, was zuerst eintritt, fahren.


    Ein weiteres Thema bei den Hybriden ist die Ölvermehrung durch Kondenswasser und umverbranntem Treibstoff. Der Verbrenner wird nur langsam richtig warm. Es gibt bereits zwei große Softwareupdates, das in den Griff zu bekommen. Beim letzten Update läuft der Verbrenner so lange durch, bis eine bestimmte Motortemperatur erreicht wird. Meine Erfahrung ist, der Treibstoffverbrauch ist spürbar gestiegen. Vor dem Update bin ich bei niedrigen Außentemperaturen nie über 7 Liter gekommen, nach dem Update waren es über 8 Liter. Sobald es wärmer wird, relativiert sich das wieder.


    Zum Fahren sind die Australe sehr angenehm. Leider gibt es kein Leder, die Sitzlüftung wurde auch eingespart. Die Harman-Kardon kommt nicht an die Qualität der Bose im RFC ran. Doppelglas an den Seitenscheiben ist wieder vorhanden, wobei ich jetzt nicht weiß, ob das auch an den hinteren Seitenscheiben ist, da ich das übersehen habe zu prüfen.


    Derzeit würde ich den Talisman weiterfahren und abwarten, was Renault noch bringt bzw. verbessert und wie sich der neue X-Ring zwischen Getriebe und HSG bewährt.


    Liebe Grüße

    Udo

    Hallo exroosje,


    bis zu Euro 6d-temp wurde das AGR in definierten Fahrsituationen abgeschaltet. Das ist nicht mehr in der alten Form erlaubt. Das AGR muss in jeder Fahrsituation regeln. Das kostet dann Leistung, da der Sauerstoffhehalt der Verbrennung niedriger ist. „Kalte Verbrennung“ - weniger NOx, weniger Effizienz, weniger Leistung , mehr Kraftstoffverbrauch.


    Liebe Grüße

    Udo

    Hallo,


    38184 ist meines Wissens noch die aktuellste Version.


    Bei der Verkehrszeichenerkennung ist der Datenstand der Verkehrsdatenbank der Navigationskarten die Priorität eins. Erkennt die Kamera ein Verkehrszeichen, wird überschrieben. Wenn Einspielpunkt der Datenbank und Kameraerkennung gleichzeitig erfolgen, gewinnt die Datenbank.


    Die Daten in der Verkehrszeichendatenbank sind nicht aktuell, genauso wie die Navigationskarten alt sind.


    Liebe Grüße

    Udo

    Hallo der Winter,


    das Problem - angesaugtes Kondenswasser im Brennraum!


    Im Ladeluftkühler angesaugtes Kondenswasser wird beim Startvorgang angesaugt. Durch die unendliche Stromaufnahme des Starters brennt die Hauptsicherung durch.


    Der Sicherungskasten muss ausgetauscht werden.


    Wenn Du versiert bist, könntest Du den durchgebrannten Bereich überbrücken und da eine passende Sicherung einfügen.


    Wechsle unbedingt auch das Motoröl und den Ölfilter. Durch in das Motoröl gelangte Wasser kann zu Minderschmierung führen.


    Das Problem ist bei Renault bekannt, wird jedoch „ausgesessen“. Der Kunde darf brav alles selber zahlen.


    Betroffen sind alle „großen“ Baureihen mit dem 1,5 Liter, 1,6 Liter und 1,7 Liter Diesel.


    Liebe Grüße

    Udo

    Hallo Christoph,


    eine Markenbatterie ist sicher besser als eine von Renault. Früher war es eine Varta. Mein RFC und auch Clio 4 hatten noch eine. Mein Capur dann nicht mehr. Eine selbst angeschaffte Markenbatterie ist viel günstiger. Ich würde eine AGM nehmen, die ist weniger empfindlich bei Niederspannung und auch zyklenfester.


    Die Hinterradlenkung würde ich vom technischen Dienst eines Automobilclubs prüfen lassen, ob die wirklich defekt ist.


    Trotz allem, bewegliche Fahrwerksteile unterliegen gewissem Verschleiß. Heutzutage ist es möglich, Bauteile so zu optimieren, dass eine bestimmte, konstruktive Haltbarkeit geplant wurde. Laut eines Zulieferers auf der IAA 2019 sind das 100.000 Meilen bzw. 160.000 Kilometer. Mitunter spielen auch Gewichtsoptimierung und das Thema Kosten eine große Rolle. Werkstätten müssen auch eine Schnitte vom Kuchen abbekommen…


    Komplizierte Technik ist anfälliger als einfache aus früheren Zeiten. Ein defektes Steuergerät kann bei einem „modernen“ Gebrauchtwagen schnell mal ein Totalschaden sein. Und fehlender Durchblick vom „Fachpersonal“.


    Neufahrzeuge nehme ich nur noch im Leasing bis maximal zum Garantiernde mit Rückgabegarantie des Händlers.


    Nur nochmals zum Einschätzen eines Reparaturkostenrisikos von Renault HEV-Fahrzeugen - eine neue Einheit Multi-Mode-Getriebe/HSG schlägt mit rund EUR 16.000 zu Buche.


    Die Akkus der BEV erweisen sich als sehr unproblematisch. Auch alte Zoe haben immer noch erstaunlich gute SoH-Werte.


    „Normale“, robuste Verbrenner sind heutzutage kaum mehr zu bekommen. Die Abgasnorm macht da den Strich durch die Rechnung.


    Liebe Grüße

    Udo

    Hallo Christoph,


    die Batterie kannst Du selber tauschen, die kostet dann einen Bruchteil.


    Das Thema Allradlenkung - irgendwann gibt es mechanischen Verschleiß, was einen Austausch erfordert. Ich hoffe für Dich, dass es eine Kulanzlösung gibt.


    Austral, Espace und Rafale sind grundsätzlich komplett identische Fahrzeuge, alle drei laufen unter RHN und haben die gleiche Schlüsselnummer.


    Bei den Australen rate ich unbedingt zur Garantieverlängerung. Die Technik ist kompliziert, bei Defekten außerhalb der Garantie wird es massiv teuer. Ein nötiger Austausch der Einheit Multimodegetriebe/Hochvoltstartergenerator schlägt mit rund EUR 16.000 zu Buche.


    Ein Schwachpunkt war ein Simmering (O-Ring) wodurch Getriebeöl in den HSG geraten ist. Mittlerweile wird ein X-Ring verwendet, der besser dichtet, aber ob das Problem damit endgültig gefixt wurde, kann ich noch nicht greifen.


    Die Belastung ist, dass Schaltvorgänge ohne Kupplung erfolgen. Die Synchronisation übernimmt der HSG, der fix mit dem Verbrenner verbunden ist. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es ruckt, dabei liegt eine hohe Kraft an diversen Bauteilen und wohl auch Simmerringen an.


    Renault Hybride würde ich derzeit nur so lange fahren, als dass Garantie vorhanden ist! Am Ende einer Leasingperiode ist es wohl besser, das Fahrzeug zurückzugeben.


    Meinen Symbioz HEV funktioniert einwandfrei, jedoch stoße ich diesen nach Ablauf der Garantie (jetzt noch drei Jahre) ab.


    Liebe Grüße

    Udo